Der Christus-Impuls
Der Christus-Impuls bezeichnet bei Steiner die geistige Wirkung, die durch das „Mysterium von Golgatha" — Tod und Auferstehung Christi — in die Menschheitsentwicklung eingetreten ist.
Steiner betrachtet, „wie der Christus-Impuls seit dem Mysterium von Golgatha in der Menschheit gewirkt hat" (GA 159 – Das Geheimnis des Todes, Nürnberg, 13. März 1915) — er versteht ihn als einen realen, fortwirkenden Entwicklungsimpuls, nicht bloß als Lehre oder Bekenntnis.
Nach dem Mysterium von Golgatha „senkt sich der Christus-Impuls herein und nimmt den leeren Platz ein" im Inneren des Menschen (GA 187 – Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden, Dornach, 27. Dezember 1918).
Steiner verbindet den Christus-Impuls eng mit der menschlichen Freiheit: Er wirke „im Eigengebiete seiner Freiheit" (GA 259 – Das Schicksalsjahr 1923 in der Anthroposophischen Gesellschaft, 28. Februar 1923). Der Christus-Impuls überwältigt den Menschen nicht, sondern will frei ergriffen werden.
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