Die Philosophie der Freiheit
Freiheit ist für Steiner die zentrale Frage seines philosophischen Hauptwerks „Die Philosophie der Freiheit" (1894): Der Mensch wird frei, wenn er aus reinem Denken heraus handelt.
Echte Freiheit lässt sich nicht aus der Sinneswelt gewinnen: „Die Freiheit ist überhaupt nur zu verstehen aus solchen Begriffen heraus, welche nicht aus der sinnlichen Welt stammen … Das hatte ich im Auge, als ich meine «Philosophie der Freiheit» schrieb" (GA 161 – Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung, Dornach, 2. Februar 1915; vgl. GA 4 – Die Philosophie der Freiheit).
Frei handelt, wer seine Beweggründe selbst hervorbringt. „Nur wer diese moralische Phantasie hat, ist wirklich frei, denn der Mensch muß nach bewußten Triebfedern handeln" — andernfalls handelt er nach äußerer Autorität oder bloßem Trieb (GA 5 – Friedrich Nietzsche).
Damit ist Freiheit für Steiner kein von Natur Gegebenes, sondern eine Errungenschaft des individuellen Ich.
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