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Assistent für die Gesamtausgabe Rudolf Steiners

Reinkarnation

Reinkarnation — von Steiner meist „wiederholte Erdenleben" genannt — bezeichnet die Lehre, dass der geistige Wesenskern des Menschen in aufeinanderfolgenden Erdenleben immer wieder verkörpert wird.

Steiner verwendet den Begriff „Reinkarnation" zurückhaltend und zieht eine eigene Wendung vor: „die Reinkarnation, wenn man so die wiederholten Erdenleben nennen will, ich vermeide gern Schlagworte, deshalb sprach ich auch heute von wiederholten Erdenleben" (GA 73 – Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie, Zürich, 5. November 1917).

Die wiederholten Erdenleben bilden mit dem Karma eine Einheit: Was im einen Leben als Begabung, Begegnung oder Schicksalsschlag auftritt, hat seine Ursachen in früherem Erdenwirken. Reinkarnation und Schicksalsgesetz lassen sich nur zusammen verstehen.

Ausführlich entfaltet Steiner diesen Gedanken in seinem Grundlagenwerk, im Kapitel „Wiederverkörperung des Geistes und Schicksal" (GA 9 – Theosophie).

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