Heilpädagogik
Die anthroposophische Heilpädagogik ist die von Steiner begründete Erziehung und Begleitung seelenpflegebedürftiger Kinder — Kinder mit besonderen Entwicklungsbedingungen.
Ihre Grundlage legte Steiner 1924 im sogenannten Heilpädagogischen Kurs, zwölf Vorträgen für Mitarbeiter der ersten heilpädagogischen Einrichtungen (GA 317 – Heilpädagogischer Kurs, Dornach, 25. Juni bis 7. Juli 1924).
Sie wächst aus derselben Menschenkunde wie die Waldorfpädagogik. Wer „unvollständig entwickelte Kinder erziehen will", braucht zuvor „eine wirklich eindringliche Erkenntnis der Erziehungspraxis für gesunde Kinder" (GA 317 – Heilpädagogischer Kurs, Dornach, 25. Juni 1924). Gesunde und besondere Entwicklung werden so von einem Boden aus verstanden.
Schon zuvor verweist Steiner darauf, dass es dabei um „feine Zustände" geht, die noch nicht „ins Pathologische" hinüberführen (GA 304 – Erziehungs- und Unterrichtsmethoden auf anthroposophischer Grundlage, Dornach, 26. September 1921) — Heilpädagogik ist Erziehung, nicht Behandlung.
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