Die Jahrsiebte
Die Jahrsiebte sind nach Steiner die rund siebenjährigen Entwicklungsstufen, in denen sich Leib, Seele und Geist des heranwachsenden Menschen nacheinander entfalten.
Die Entwicklung verläuft „von sieben zu sieben Jahren"; bis zum siebenten Lebensjahr, „bis zum Zahnwechsel", wirkt vorzugsweise die Ausbildung des physischen Leibes (GA 150 – Die Welt des Geistes und ihr Hereinragen in das physische Dasein, Augsburg, 14. März 1913).
Der Zahnwechsel um das siebte Jahr ist dabei mehr als ein körperliches Zeichen: Mit ihm „tritt im Kinde auch eine vollständige Umwandlung des seelischen Wesens ein" (GA 218 – Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus, London, 20. November 1922). Er ist „der äußere Ausdruck" dafür, dass das Seelisch-Geistige nun an einem erneuerten Leib arbeitet (GA 311 – Die Kunst des Erziehens aus dem Erfassen der Menschenwesenheit, Torquay, 18. August 1924).
Aus diesen Stufen leitet die Waldorfpädagogik ab, was in welchem Lebensalter pädagogisch angemessen ist.
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