Meditation und Schulungsweg
Mit „Meditation" bezeichnet Steiner den inneren Schulungsweg, durch den der Mensch eigene Erkenntniskräfte für die geistige Welt entwickeln kann.
Den Weg dorthin hat Steiner in seinem Grundlagenwerk beschrieben: „In der richtigen Meditation eröffnet sich der Weg" — durch sie lebe die Erinnerung „an Erlebnisse, die jenseits von Geburt und Tod liegen" auf (GA 10 – Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?). Entscheidend ist für ihn nicht die Frage nach fertigem Wissen, sondern „wie gelangt man zu solchem Wissen" (ebd.).
Der Schulungsweg führt über aufeinanderfolgende Stufen der Erkenntnis, die Steiner in einem eigenen Werk fortführt (GA 12 – Die Stufen der höheren Erkenntnis).
Steiner betont dabei die Eigenständigkeit des Schülers: Er lehnt es ausdrücklich ab, dass jemand allein durch Lektüre seiner Schriften „für alles kompetent" sei (GA 260 – Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, Bremen, 24. Dezember 1923). Geistige Schulung will selbst errungen, nicht nachgelesen sein.
Quellen aus der Gesamtausgabe
Eigene Frage stellen
steiner|GA durchsucht über 250 Bände der Gesamtausgabe und belegt jede Antwort mit Band, Vortrag, Ort und Datum.
Frage an die Gesamtausgabe