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Assistent für die Gesamtausgabe Rudolf Steiners

Die vier Temperamente

Die vier Temperamente — cholerisch, sanguinisch, melancholisch und phlegmatisch — sind für Steiner ein Schlüssel zur Menschen- und besonders zur Kindererkenntnis.

Steiner entwickelt die Anschauungen „über die vier Haupttemperamente des Menschen, über das seelisch-leiblich-geistige Wesen des Cholerikers, des Melancholikers" und der übrigen (GA 306 – Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis). Das Temperament ist für ihn kein bloßes Etikett, sondern Ausdruck des Zusammenwirkens der Wesensglieder.

In der Lehrerbildung der Waldorfschule behandelt er die Temperamente ganz praktisch: Ein melancholisches Kind sei durch passende Biographien „über seine Melancholie" hinwegzubringen, sanguinische, cholerische und phlegmatische Kinder seien jeweils verschieden anzusprechen (GA 295 – Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge, Stuttgart, 22. und 23. August 1919).

Anschaulich wird das schon früh: „Cholerische Naturen waren Napoleon, Cäsar, Hannibal", während das melancholische Kind „sich absondert" und misstrauisch ist (GA 97 – Das christliche Mysterium, Stuttgart, 14. März 1906).

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